Die Barrikaden

Die Barrikaden

von Manfed

 

 

 

 

Der Wunsch, diesen Artikel zu schreiben, ist der Tatsache geschuldet, dass viele die sich als Anhängern des Einen Gottes und Seines Messias Joshua bezeichnen, sich aktiv an einem der Militärkonflikte beteiligen, der zuletzt auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion entstanden ist.

Und die Rede ist dabei nicht nur von einfachen Gläubigen, sondern auch von einer Reihe von Gottesdienern. Sie alle werden zu aktiven Teilnehmern bei diesen Ereignissen sowohl auf der einen, als auch auf der anderen Seite der Barrikaden. Manche von ihnen werden wirklich real tätig, die anderen zunächst nur geistig. Allerdings wird davon das reale Blutvergießen nicht weniger.

Dabei sucht jeder Stellen in der Heiligen Schrift, die sein Verhalten angeblich rechtfertigt.

Und nochmal: solche Menschen gibt es auf beiden Seiten des heutigen Konflikts.

 

Leider ist das, was heute nicht nur auf dem postsowjetischen Raum  sondern in der ganzen Welt passiert, kein neues Phänomen. Es fing damit an, dass der Mensch das Wissen Gottes zurückgewiesen hat und selbst zu entscheiden begann „Was ist Gut und was ist Böse“.

Der Ursprung liegt noch im Garten Eden beim Baum der Erkenntnis über „Gut und Böse“.

Und es wurde menschliches Blut vergossen.

Mit jeder Generation mehr und mehr.

Im Verlauf der gesamten Menschheitsgeschichte erhob sich Mensch gegen Mensch.

 

Erinnern wir uns wie alles begann:

1. Und Adam erkannte sein Weib Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mit dem HERRN.

2. Und sie fuhr fort und gebar Abel, seinen Bruder. Und Abel ward ein Schäfer; Kain aber ward ein Ackermann.

3. Es begab sich nach etlicher Zeit, dass Kain dem HERRN Opfer brachte von den Früchten des Feldes;

4. und Abel brachte auch von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer;

5. aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an. Da ergrimmte Kain sehr, und seine Gebärde verstellte sich.

8. Da redete Kain mit seinem Bruder Abel. Und es begab sich, da sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot.

(1. Mose, Kap. 4, Verse 1-5, 8; Lutherübersetzung 1912) 

 

Hierin liegt die „Formel“ allen Unglücks des Menschen. Und denken Sie an die Frage Gottes:

9. Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein?

 

Wie einst jemand sagte: Der furchtbarste Konflikt ist, wenn sich Bruder gegen Bruder erhebt.

In der Geschichte finden wir mehrere Bestätigungen dieser Aussage. Und das, was im oben erwähnten Konflikt geschieht, passt ebenfalls unter diese Formulierung.

Und wir, die uns zu dem Einen und seinem Messias bekennen, sollten immer dran denken, dass wenn wir vor unserem Schöpfer stehen, dieselbe Frage wie Kain gestellt bekommen:

Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel?

Er stellt diese Frage auch all denen, die an Konflikten beteiligt waren, auf der einen oder anderen Seite der Barrikaden.

Ähnliche Frage stellt er auch denen, die gleichgültig zusahen wie das größte Werk Gottes zerstört wurde – der Mensch, den er nach seinem Ebenbild erschaffen hat.

Welche Rechtfertigung auf diese Frage kommt einem in den Sinn?

Gott bewahre vor:

…Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein?

Das ist etwas, worüber wir nachdenken können.

 

Wir, als Anhänger des Schöpfers und seines Messias Joshua, haben ganz andere Aufgabe: Das Verbreiten des Wortes Gottes in dieser Welt, damit Menschen lernen, nach Gottes Geboten zu leben. Und mehr noch als die, an die wir das Wort Gottes weitergeben, sollten wir selbst lernen nach Seinem Wort zu leben; im vollen Umfang und insbesondere wenn es um Teilnahme an Militärkonflikten geht.

Erinnern wir uns, was Joshua selbst dazu gesagt hat:

9. Glückselig sind die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen.

(Matthäus 5:9; Elberfelder 1905)

Das ist keine einfache Aufgabe. Ein ganzes Leben reicht nicht, um sie zu erfüllen. Wir aber verhalten uns oft so, als ob wir ewig leben und verschwenden unsere Zeit nicht nur auf Lappalien, sondern auch auf Tätigkeiten, die den Namen des Schöpfers ganz sicher nicht ehren.

Der Tod eines Menschen ist eine Tragödie. Was ist dann der Tod von Hunderten und Tausenden von Menschen?

Welche logische Rechtfertigung (selbst aus der Sicht der menschlichen Moral) kann diese Tat haben?

Dass jeder von uns gewisse Sympathien oder Antipathien zu diesem oder jenem politischen Problem hat, ist klar. Denn wir sind alle Menschen, die in einer bestimmten kulturellen und politischen Atmosphäre aufgewachsen sind, die auch in unserer Seele Spuren hinterlassen hat. Und ob wir nun wollen oder nicht, das ist Realität, die uns beeinflusst.

Aber nicht von Sympathien oder Antipathien sollten wir uns bei unseren Absichten und Taten leiten lassen, sondern von dem was den Gott ehrt.

Ist zwar keine einfache Aufgabe, aber man muss es lernen.

Und das Richten Dem überlassen, Der besser als wir weiß, was ist Gut und was ist Böse.

Damit wegen unserer Fehler kein menschliches Blut fließt.

 

Darum lasst uns erinnern, was unser Messias sagte:

12. Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebet, gleichwie ich euch geliebt habe.

13. Größere Liebe hat niemand, als diese, dass jemand sein Leben lässt für seine Freunde.

14. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr das tut, was ich gebiete.

(Johannes 15:12-14, Elberfelder 1905)

Genauer kann man es nicht formulieren. Oder passt es nur bei der Predigt von der Kanzel? Und wie ist es im realen Leben? Wem soll man glauben?

 

 

 

 

Und nun einige Worte an die Diener des Wortes Gottes.

Wir sind lebendige Menschen und wir können Fehler machen, und wir machen auch Fehler.

Nichts desto trotz, wir führen Gottesdienste durch und in unserem Umkreis sind Menschen die uns vertrauen und bei denen wir eine gewisse Autorität haben. Nicht selten ist es so, dass wenn wir etwas sagen, nehmen sie das als die Wahrheit auf, ohne zu hinterfragen.

Denn nicht jeder hat die Denkweise wie die Beröer:

11. Diese (in Beröa) aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf, indem sie täglich die Schriften untersuchten, ob dies sich also verhielte.

(Apostelgeschichte 17:11; Elberfelder 1905)

Und gerade deshalb sollten wir äußerst vorsichtig sein, mit dem was wir sagen. Sowohl in unserem Umkreis, als auch im Internet. Denn auch dort, wenn wir da oft und aktiv sind, erhalten wir nach und nach eigenen Leserkreis.

Denkt daran, was Jakobus, der Bruder des Messias Joshua sagte:

8. die Zunge aber kann keiner der Menschen bändigen: sie ist ein unstetes Übel, voll tödlichen Giftes.

9. Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater, und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die nach dem Bilde Gottes geworden sind.

(Jakobus 3:8, 9; Elberfelder 1905)

Denken wir immer daran!!!

Denken wir daran, dass das höchste Gut auf dieser Welt das menschliche Leben ist; und geben wir uns alle Mühe, die Zwietracht zwischen Menschen zu beseitigen anstatt Öl ins Feuer gießen.

 

Aus dem Russischen übersetzt von Andreas Reich 

 

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